Obstbau im Kanton Zürich 2008
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Im Kanton Zürich stehen rund 250 ha Obstkulturen. |
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Davon: |
Aepfel |
184 ha (74 ha unter Witterungsschutz) |
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Birnen |
23 ha (6.5 ha unter Witterungsschutz) |
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Kirschen |
22 ha (10 ha unter Witterungsschutz) |
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Zwetschgen |
17 ha (4 ha unter Witterungsschutz) |
Diese 250 ha Obstkulturen stehen auf 201 Betrieben (2001 waren es noch 243 Betriebe).
Die Flächen bei den Erdbeeren betragen 32 ha und bei den Strauchbeeren 17 ha.
Ca. 90 % der Apfelanbaufläche wird nach den IP- und 5 % nach den Bio- Richtlinien bewirtschaftet.
Der Kantonale Obstbauverein zählt 600 Mitglieder und konnte 2002 sein 75 jähriges Bestehen feiern. Der Verein ist aufgeteilt in 9 Bezirkssektionen sowie in die Fachgruppen Beerenproduzenten, Erwerbsobstproduzenten und Süssmoster. Die Haupttätigkeiten der Vereinigung sind die marktgerechte Förderung des Obstbaus und der Obstverwertung sowie Informations- und Öffentlichkeitsarbeit.
Die Baumzählung 2001 hat ergeben, dass im Kanton Zürich auf den landwirtschaftlichen Betrieben noch 212'000 Hochstammbäume stehen. Das sind 21 % weniger als noch vor 10 Jahren. Weil diese Bäume meist alt sind und viele davon in Bauzonen stehen, sowie wegen den sinkenden Mostobstpreisen sind sie zunehmend gefährdet. Der Kanton Zürich bezahlte für Obstgärten mit mehr als 80 Hochstammbäumen seit 1990 Beiträge von Fr. 40.-- / Baum aus dem Natur- und Heimatschutzfonds. Diese Verträge müssen nun neu an die Richtlinien der Ökoqualitätsverordnung des Bundes angepasst werden. Dazu werden neu 0.5 a Zurechnungsflächen (Ökoausgleichsflächen) pro Baum verlangt.
Der Ertrag aus den Apfelanlagen von rund 5000 t wurde im Durchschnitt der Jahre 2000/01 im Kt. Zürich zu 45 % (gesamtschweizerisch 12 %) im Direktverkauf abgesetzt.
Im Zürcher Unterland und Weinland sind in den Kernobst- und Beerenkulturen teilweise Bewässerungseinrichtungen installiert.
Viele Obstproduzenten verfügen für ihren Direktverkauf über eigene Obstkühlräume, 14 davon mit modernster CA Lagertechnik.
Die Firma Füglister AG in Dietikon zählt mit 2000 t eigenen Lagerräumen und einem Umsatz von über 10'000 t Früchten, zu den grössten Obstlager- und Abpackbetrieben der Schweiz.
Die Mosterei Brunner in Steinmaur produziert Spezialitäten (als Hauptprodukt Birnel) und Bioprodukte. Immer mehr bäuerliche Obstverwerter haben in den vergangenen Jahren Bandpressen angeschafft und betreiben damit Lohnarbeit für andere Betriebe. In den letzten 5 Jahren wurden auf Landwirtschaftsbetrieben im Kanton Zürich im Durchschnitt pro Jahr je 1.5 Mio Liter Süssmost gepresst. 2007 waren es 1.7 Mio. Liter, davon wurden rund 1.3 Mio Liter pasteurisiert.
Die Vereinigung für Gartenobstbau "Pomona", unterstützt die vielen Hobbygärtner im Bereich des Obst- und Beerenanbaues im Hausgarten.
1997 wurden im Kt. ZH 81 Gemeinden von Feuerbrand v.a. an Cotoneaster salicifolius befallen. 2006 waren nur 19 Gemeinden und 2007 102 Gemeinden mit Befall, vorwiegend an Weissdorn, Cot. dammeri und an über 3000 Hochstammbäumen. In jeder Gemeinde ist ein ausgebildeter Feuerbrandbeauftragter bestimmt.
Der Kanton Zürich unterhält seit 1929 eine Zentralstelle für Obstbau. Heute ist diese am Strickhof Wülflingen untergebracht und betreut auch das Sekretariat des Obstbauvereines. Über die Angebote und Tätigkeiten der Strickhof Fachstelle Obst gibt www.strickhof.ch Auskunft.
Strickhof Fachstelle Obst, Riedhofstrasse 62 8408 Winterthur-Wülflingen, Tel: 058 105 91 70